Schneider Bau

Diskussion: stationäre Anlage Gerlachsheim

Eine Möglichkeit, unseren globalen Fußabdruck hinsichtlich des Umgangs mit Ressourcen zu verkleinern, besteht darin beim Bauen weniger Materialien auf die Deponien zu fahren. Kann es uns gelingen, mehr mineralische Baustoffe wieder in den Kreislauf einzubringen?

Lesen Sie mehr über Sinn und Zweck der Bodenverbesserung....

ABFALLAUFBEREITUNGSANLAGE GERLACHSHEIM

Wir haben die Inhalte in einem Flyer dargestellt (hier klicken)

TERMINE

  • 24.09.2018: Gemeinderatssitzung mit angemeldeter Demonstration der Anlagengegner
  • Mai 2019: Gemeinderatswahlen Lauda-Königshofen

UNTERSCHIEDLICHE PERSPEKTIVEN

Wir nehmen die Bedenken der Anwohner ernst. Unser Ziel ist es, einen harmonischen Alltag unserer Produktionsstätte zu erreichen. Wir wünschen uns, dass auch die Anwohner auf die Anlage wohlwollend sehen können.

Der Begriff "Bodenverbesserung" ist in der Landwirtschaft gut bekannt. Die anstehenden Äcker werden klassifiziert. "Schlechterer" Boden kann durch die Überschüttung mit "besserem" Boden aufgewertet werden.

Wenn man die "Bodenverbesserung" im der Internet-Recherche sucht, gibt es viele Beiträge über Recycling-Anlagen. Diese wichtigen Einrichtungen verarbeiten Bauschutt aller Zusammensetzungen und gewährleisten den Kreislaufgedanken.

Die von uns geplante BODEN-Verbesserung ist rechtlich als Abfallaufbereitungsanlage angesprochen, soll sich hauptsächlich um den Aushub kümmern. Das ist hauptsächlich Material das aussieht wie die Erde die im Gemüsegarten ansteht. Da kann schon auch ein Betonbrocken drin sein. Doch es geht um diese 'Erde', die wir nicht auf die Deponien bringen möchten.

Wir möchten helfen, dass diese Vor-Stellungen korrigiert werden, das Misstrauen in die unternehmerischen Ziele, die Ängste und Sorgen der Betroffenen sich auflösen und das Vertrauen für die Bodenverbesserung wächst.

28.09.2018: Lauda-Königshofen erleben

Lauda-Königshofen erleben Nr. 27
Lauda-Königshofen erleben Nr. 27
Lauda-Königshofen erleben Nr. 27
Lauda-Königshofen erleben Nr. 27

28.09.2018: Bürger bitte an den Runden Tisch kommen

Fränkische Nachrichten 26.09.2018

Der Runde Tisch wird mit 14 Personen besetzt werden. Zwei Vertreter der Gerlachsheimer Bürgerschaft werden gesucht, die nicht direkt in der Bürgerinitiative vertreten sind. Diese beiden Plätze und zwei weitere Stellvertreter für den Verhinderungsfall werden per Zufallsgenerator ausgelost.

Bewerbungen bitte an :

rundertisch(at)lauda-koenigshofen.de

oder per Post an:

Stadt Lauda-Königshofen, Fachbereich 4, Stichwort Runder Tisch, Marktplatz 1, 97922 Lauda-Königshofen

Weiterhin beantworten wir gerne Fragen rund um die Bodenverbesserung unter

info(at)boden-verbessern.de oder bodenverbesserung(at)konrad-bau.de

Konrad Bau, Wolfgang Kraus, Waldstraße 29, 97922 Lauda-Königshofen

27.09.2018 Fränkische Nachrichten werben für Video

26.09.2018: Fränkische Nachrichten

25.09.2018: Landesschau Baden-Württemberg

Homepage SWR Studio Heilbronn
Homepage SWR Studio Heilbronn

Das SWR Studio Heilbronn berichtet von der "umstrittenen Bodenverbesserungsanlage in Lauda-Königshofen":

"GERLACHSHEIMER GEHEN AUF DIE BARRIKADEN

In Lauda-Königshofen-Gerlachsheim haben rund 300 Menschen ihrem Ärger um eine geplante Bodenverbesserungsanlage bei einer Demo Luft gemacht. Nun gibt es einen Runden Tisch.

In einem Streit um eine geplante Abfallaufbereitungsanlage für Baumaterialien in Lauda-Königshofen-Gerlachsheim (Main-Tauber-Kreis) kommt Bewegung: Am Montagabend hat der Gemeinderat einem Runden Tisch zugestimmt"

24.09.2018: Gemeinderatssitzung Lauda-Könighofen

SWR Interview auf dem Lagerplatz Gerlachsheim
Demonstration der Bürgerinitiative

Das überregionale Interesse vertritt das SWR Filmteam. Sie sammelten O-Töne u.a. des Konrad Bau Geschäftsführers Eberhard Köhler, des Bürgermeisters Maertens und der Demonstranten vor dem Rathaus in Lauda.

Die Fränkischen Nachrichten berichten in der Ausgabe vom 22. September 2018 auf Seite 25 in der Rubrik "Lauda-Königshofen" über ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Konrad Bau Eberhard Köhler.

"Was denkbar ist, ist machbar" wird Eberhard Köhler zitiert. Köhler ist optimistisch, dass der Runde Tisch am Montag beschlossen wird. Er ist überzeugt, dass eine offene Kommunikation das Problem lösen kann. ("die Kuh zusammen vom Eis bringen")  "Gleichzeitig zeigt sich der Bauunternehmer in einem Gespräch mti den FN im Vorfeld der Sitzung zuversichtlich, einen Alternativstandort auf Germarkung Lauda-Könighsofen zu finden, mit dem auch die Bevölkerung leben kann und der viele Befürchtungen, die die Bürger im Moment mit dem Standort am Betriebsgelände in Gerlachsheim haben, nehmen wird."

"Köhler hofft nun aber nach dem 'politisch heißen Sommer' auf eine Versachlichung der Diskussion." Vor allem hält er es für wichtig, die Ängst nicht weiter zu schüren und auf die Ebene der argumentativen Gespräche zurückzufinden.

Am Runden Tisch sollen alle Interessenspartner versammelt werden: die Gemeinderäte, Bürgervertreter, Bürgermeister, Stadtbaumeister und auch Konrad Bau als Antragsteller.

Der Sinn der Anlage wird nicht in Frage gestellt. "Der Runde Tisch verfolge deshalb auch, wie Eberhard Köhler gegenüber den FN betont, nicht nur dsa Ziel, über die geplante Anlage zu informieren, sondern deren Auswirkungen auch kritisch zu hinterfragen und vor allem alternative Standorte im Stadtgebiet Lauda-Königshofen zu suchen."

" "Wir lassen bewusst unser Baurecht ruhen und gehen rechtlich derzeit keine Schritte ein, dieses vorzeitig zu erlangen", versprach er gegenüber der FN"

 

Den ausführliche Text der Pressemitteilung finden Sie auf unserer Seite (hier klicken)

 

 

21.09.2018: Weiteres Vorgehen wird beraten

Fränkische Nachrichten

Der Gemeinderat Lauda-Könighsofen hat den Beschluss über das Weitere Vorgehen auf der Tagesordnung der Sitzung vom 24.09.2018, 18.30 Uhr. Zu der Sitzung hat sich das SWR Fernsehen angemeldet. Die überregionalen Medien interessieren sich für den regionalen Widerstand. 

21.09.2018: Kundgebung soll NEIN deutlich unterstreichen

Die Gerlachseheimer planen eine Demonstration in Lauda vor der Gemeinderatssitzung.

An der dritten Bürgerversammlung nahmen "zur Überraschung aller" die Gemeindräte Norbert Groß, Werner Kilb und Andreas Schäffner (im Beitrag in nicht erwähnt) sowie Eberhard Köhler, Geschäftsführer der Firma Konrad Bau und Lauda-Königshofens Bürgermeister Thomas Maertens teil.

"Eberhard Köhler hatte bereits im Vorfeld ein Einlenken erkennenlassen, was durchaus positiv wahrgenommen werden. Er hatte signalisiert, dass "Wir die Bedenken der Anwohner ernstnehmen". Inzwischen war ein "Runder Tisch" ins Gespräch gebracht worden, außerdem würden bereits andere Standort für solch eine Bodenverbesserungsanlage diskutiert. Solche Nachrichten werden von den BI-Mitgliedern durchaus begrüßt."

Scharf formuliert der Beitrag des Redaktionsmitglieds Klaus T. Mende den Vorwurf an die Verwaltung und den Bürgermeister.

"Unter anderem dieses Gesamtpaket an Fehlverhalten sei schlussendlich der Grund dessen, dass die Bürgerinitiative in ihrem Bemühen nicht nachlasse, ihre Forderungen zu vertreten. Deswegen hofft sie am Montag auf viele Teilnehmer."

16.09.2018: BI sagt Teilnahme am möglichen Runden Tisch zu

Bürgermeister Thomas Maertens, die Gemeinderäte Norbert Groß, Werner Kilb, Andreas Schäffner sowie Eberhard Köhler nahmen an der Versammlung der Bürgerinitiative am 16.09.2018 19 Uhr teil. Die Veranstalter waren überrascht, betonten dass sie ihren geplanten Ablauf des Abends planmäßig durchführen werden. Im Gerlachsheimer Josefsaal waren etwa 120 Menschen versammelt. Die Hausherrin appellierte daran, die gegenseitigen Meinungen anzuhören. Das Gespräch friedvoll zu führen sei wichtig.

Die Bürgerinitiative (BI) betonte bisher nicht zum Runden Tisch angesprochen worden zu sein. Eberhard Köhler erklärte, dass dieser Vorschlag vom Gemeinderat zuerst beschlossen werden muss. Bürgermeister Maertens erläuterte das weitere Verfahren. In unterschiedlichen Gremien war über den Vorschlag beraten worden. Am Montag fällt der Gemeinderat  die Entscheidung über den Runden Tisch. Der externe Moderator wird sich vorstellen. Falls der Runde Tisch als Kommunikationsangebot vom Gemeinderat beschlossen wird, würde die Bürgerinitiative daran teilnehmen. Die BI wird keine alternative Standortvorschläge einbringen, sie beteiligt sich nicht an der Standortsuche, wird aber an den einzelnen Vorschlägen mitdiskutieren.

Das grundsätzliche Einlenken von Konrad Bau wird positiv wahrgenommen. Ziel der BI ist das Verhindern einer Abfallaufbereitungsanlage / Bodenverbesserungsanlage am Standort Gerlachsheim. Anlässlich der Gemeinderatssitzung 24.09. wird eine Demonstration der Bürgerinitiative vorbereitet. Neben Plakaten werden auch szenarisch unterstützende Elemente (Gas- und Staubmasken) zum Einsatz kommen.

Die Bürgerversammlung wurde professionell von der Familie Seubert moderiert. Die unterschiedlichen Überzeugungen wurden teilweise lautstark vom Publikum ausgesprochen. Eberhard Köhler wurde für eine Stellungnahme das Wort gegeben. Er verwehrte sich dagegen, dass die Mitarbeiter der Firma Konrad Bau persönlich angegriffen werden. Konrad Bau hat sich rechtskonform verhalten.

14.09.2018: Fränkische Nachrichten

"Stadtverwaltung war in Verfahren eingebunden" - überschreibt die Fränkische Nachrichten ihren Artikel im Teil "Lauda-Königshofen" auf Seite 25 über die "Feriengespräche" rund um die Thematik Bodenverbesserungsanlage.

"Konstruktive Gespräche"

"Jochen Groß und Siegfried Neumann berichteten, dass die 'Feriengespräche' mit Vertretern der Firma Konrad-Bau, der Verwaltung und den Fraktionsvertretern sachlich konstruktiv waren. "Wir haben Herrn Köhler aufgefordert, den Standort Gerlachsheim aufzugeben und neue Standorte ind er Region zu suchen. Begleitend zu dieser Suche soll dann ein Runder Tisch dazu beitragen, dass alle Beteiligten, also auch Vertreter der Bürgerinititative, umfassend über den aktuellen Sachstand informiert sind."

 

 

10.09.2018: Plakate

01.09.2018: Fränkische Nachrichten

31.08.2018: RUNDER TISCH

Wir sind bereit, unseren Rechtsanspruch der Bebauung Waldstraße für einige Zeit ruhen zu lassen. Voraussetzung dafür ist es, dass ALLE Beteiligten gemeinsam am Tisch sitzen. Ob dies gelingen wird, zeigt sich die nächsten Wochen. Wir unterstützen diesen Prozess und wünschen uns einen gemeinsamen Weg.

18.08.2018: Fränkische Nachrichten

Fränkische Nachrichten 18.08.2018

18.08.2018: Fränkische Nachrichten

18.08.2018: Fränkische Nachrichten
Fränkische Nachrichten 17.08.2018

16.08.2018 Fränkische Nachrichten

07.08.2018 Fränkische Nachrichten

"Die Bürger des Lauda-Königshofener Stadtteils greifen nach jedem Strohhalm" berichtet der Beitrag vom 7.8.2018.

Die Bürger wollen die letzte sich bietende Chance beim Schopf packen: Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim.

Der Reporter schreibt im Kommentar:"Noch ist Zeit zu reagieren. Vielleicht gehen die Verantwortlichen nochmals in sich und denken über einen Alternativstandort für das umstrittene Projekt nach. Dem kommunalen Frieden würd's sicher guttun!"

 

 

03.08.2018: Stellungnahme zu den Widersprüchen

Wir nehmen die Vorwürfe der Betroffenen ernst und arbeiten diese dezidiert in einer Stellungnahme auf, die unser Haus per Postausgang am 3.8.2018 verlassen hat.

Hinsichtlich der politisch gewünschten bewussten Behandlung des anstehenden Boden-Aushubs von den Baustellen muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Im Gespräch mit den Interessenspartnern suchen wir Lösungen, diese Ängste aufzuklären.

Für uns Wegbereiter ist es wichtig, eine für ALLE Seiten akzeptierbare Lösung zu suchen. Das Sankt-Florian-Prinzip 'Hauptsache nicht bei uns' hilft uns als Gesellschaft nicht weiter. Not-in-my-backyard (NIMBY)/ 'nicht in meinem Hinterhof' wird dieses Prinzip in der heutigen Kommunalpolitik benannt.

Eberhard Köhler hat erneut bekräftigt, dass er nicht vor dieser Auseinandersetzung kneifen wird. Gerne stehen wir für sachliche Gespräche zur Verfügung. Sie können Ihre Fragen jederzeit unter info(at)bodenverbesserung.de oder info(at)boden-verbessern.de an uns richten.

Wir bitten alle Meinungsbildner darum, auf persönliche Anfeindungen zu verzichten.

Als Bauunternehmen sind wir nicht dafür verantwortlich, wenn langjährige Konflikte die Entscheidung um die Bodenverbesserungsanlage überlagern. Damit die Bürger sich gegenseitig wieder Vertrauen entgegenbringen, braucht es mehr als einen gemeinsamen Feind.

03.08.2018 Fränkische Nachrichten

Konrad Bau reagiert auf Bürgerproteste

ist der Bericht der Fränkischen Nachrichten vom 3.8.20188 überschrieben. Klaus T. Mende berichtet vom Pressetermin: 

Ziel dieser Anlage sei es, Bau- und Abbruchmaterial nach Fertigstellung der Anlage so aufzubereiten, dass es zum überwiegenden Teil wieder verwertet werden könne. Deswegen sei geplant, eine Halle mit den Grundmaßen 40 mal 60 Metern zu erreichen, in der die Bearbeitung der Stoffe erfolge. An maximal zehn Tagen im Jahr solle hierbei ein "Brecher" zum Einsatz kommen, der zum Beispiel größere Steinbrocken zerkleinere.

Der Bürgerprotest wendet sich vor allem um den zunehmenden Lärm sowie den steigenden Schwerlastverkehr. Sie befürchten gesundheitliche Beeinträchtigungen, den Verfall der Immobilienwerte und Einbußen bei der Lebensqualität in dem Weinort.

"Eberhard Köhler kann die Kritik vonseiten der Bevölkerung durchaus nachvollziehen. "Wir hätten im Vorfeld einige Dinge wirlich besser machen können", so der Geschäftsführer. "Wir können sicher nicht stolz darauf sein, wie einige Dinge kommuniziert worden sind. Im Rückblick hätte diesbezüglich einiges anders laufen können, ja müssen."

"Prinzipiell stehe die Stadt Lauda-Königshöfen hinter den Plänen der Firma Konrad Bau, ließ Bürgermeister Thomas Maertens durchblicken. Er nannte es "praktizierten Umweltschutz", wenn die anfallenden Bausteoffe nicht mehr durch die Lande - zum Beispiel bis nach Kaiserslautern - transportiert würden. Zudem sei man seitens der Stadtverwaltung bestrebt, solch einem Traditionsunternehmen "Wachstumsmöglichkeiten einzuräumen". Zwischen den Zeilen war aber auch beim Rathauschef herauszuhören, dass die Informationspolitik nicht optimal gewesen sein - zwischen Unternehmen und Gemeinderat einerseits sowie Konrad Bau und Öffentlichkeit andererseits."

Die Mengenerhöhung zwischen Bürgerinformation und Genehmigungsverfahren steht im Mittelpunkt der Empörung.

"Rückblickend meint Eberhard Köhler, dass es nicht glücklich gewesen sein, sich damals auf die erstgenannte Menge belasteter mineralischer Abfälle festzulegen. Höhere Kosten und Anforderungen vonseiten der Behörden hätten eine Überarbeitung der Wirtschaftlichkeit zur Folge gehabt. Aus diesem Grund sei die Summe derartiger Abfälle auf 100 000 Tonnen / Jahr verdoppelt worden. Um die Betriebslogistik zu optimieren und Leerfahren zu reduzieren, sei die Menge um 50 000 Tonnen Baumaterial (Sand, Schotter, Kies) angehoben worden. Und zur Bearbeitung des bodens kämen maximal noch 5000 Tonnen Additive/Jahr hinzu. Köhter betonte, dass aufgrund der 'langfristigen Vorausplanung' bei der Berechnung ein Puffer eingebaut worden sei."

Bürgermeister Thomas Maertens kommentiert im SWR: "dass uns da etwas durchgerutscht ist, wir dies oft diskutiert haben" und dass er über diese Entwicklung "nicht glücklich" sei. "Er sei aber überzeugt, dass für die Bevölkerung 'alles neutral bleibt', wenn die versprochene Zahl der LKW-Fahrten eingehalten werde.

"Standortleiter Robert Himmel und Bauleiter Stefan Laufer zeigten sich indes, ebenso wie Eberhard Köhler und die Vertreter der Stadt, überzeugt, dass im Vorfold gerade hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Behörden, alles ordnungsgemäß und sauber über die Bühne gegangen sei. Sowohl was den Lärm angehe - hier liege man deutlich unter den Grenzwerten - als auch eine mögliche Schadstoffbelastung des angelieferten Materials."

"Genaues Auge

Hierzu ergänzte Laufer, dass man bei dem angelieferten Bau- und Abbruchmaterial ein genaues Auge darauf habe, was bearbeitet werde. Dies werde unter die Lupe genommen und untersucht. Es komme lediglich Material mit Zuordnungswerten bis Z2 (Z0 steht für gänzlich unbelasteten Aushub) zur Verarbeitung. Alles was darüber liege, sei ohnehin ein Fall für die Deponie. Laufer zeigte sich auch dahingehend überzeugt, dass die Belastung der Luft durch Staubpartikel von möglichen Schadstoffen nach Inbetriebnahme der Anlage nicht nur sehr deutlich unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liege, sondern für die Bürger, vor allen Dingen für die direkten Anlieger, vollkommen unbedenklich sei. Es würden keine gefährlichen Stoffe in der Anlage umgeschlagen, bearbeitete oder gelagert. Hierbei handele es sich um mineralische, vorzugsweise bodenstämmige Bauaushubmengen."

"Grundsätzlich etwas Gutes

Mit dieser Anlage tue man sich grundsätzlich etwas Gutes, stimmten Köhler und Thomas Mertens überein. Sie garantiere einen verbesserten "Kreislauf der Wirtschaft" und verringert den "Mülltourismus", also jene Fahrten in weit entfernt liegende Bodenverbesserungsanlagen (Kaiserslautern, Heilbronn oder Rüblingen), auf die bislang das Material gebracht wird.

Es braucht neue Wege

Die Bodenverbesserungsanlage sei erforderlich, da es regionaler, genehmigter, zertifizierter und überwachter Umschalgmöglichkeiten für Bodenmaterialen bedürfe, betonte Eberhard Köhler. Da der Deponieraum ständig knapper werde, brauche es Aufwertungsmöglichkeiten für belastete Bodenmaterialien. Ein weiterer Vorteil der Anlage sei der Umstand, dass das Material durch die Aufbereitung seine Abfalleigenschaft verliere. Zudem profitierten Bauherren von kostengünstigern Baukosten. Und zu guter Letzt werde der Boden als Ressource geschont.

Geschäftsführer Eberhard Köhler ist weiter offen für einen Konsens mit der Bevölkerung: "Jeder, der es wünscht, kann mich anrufen und wird nicht abgewiesen."

2.8.2018: SWR Frankenradio

SWR 4 Frankenradio berichtet über die Entwicklung in Gerlachsheim:

"Trotz heftiger Bürgerproteste steht die Stadt Lauda-Köngishofen (Main-Tauber-Kreis) weiter hinter der geplanten Bodenverbesserungsanlage im Teilort Gerlachsheim. Ein Bauunternehmen hatte im Juni vom Landratsamt die Genehmigung dafür erhalten.

Die Genehmigung gilt für eine Anlage mit 100.000 Tonnen Bodenmaterial und 50.000 Tonnen Schüttgüter. Die Anlage besteht aus einer Halle, in der Aushub-Abfälle und Schüttgüter gelagert, umgeschlagen und behandelt werden, um sie wieder als Baustoffe zu verwenden. Damit hat sich die Gesamtmenge entgegen der Ankündigung vor drei Jahren verdreifacht"

"Eine Bürgerinitiative (BI) will den Bau verhindern, weil sie unter anderem eine erhebliche Belastung durch Schwerstlastverkehr befürchtet. Teile des Gemeinderats forderten Aufklärung."

"Diese Erhöhung von 50 auf 100 und dann von 100 auf 155.000 Tonnen, diese Erhöhung ist uns sozusagen durchgerutscht. Wir haben das auch mit der Firma Konrad Bau sehr offen diskutiert heute Nachmittag." Bürgermeister Thomas Maertens

"Man sei nicht glücklich über diese Entwicklung, so Maertens weiter. Er gehe aber davon aus, dass, solange die versprochene Anzahl der Lkw-Fahrten eingehalten würden, es für die Bevölkerung letztendlich keine zusätzlich Belastung gebe."

Eberhard Köhler nimmt Stellung:

Eberhard Köhler räumt Versäumnisse in der Kommunikation ein: "Der Fluch der ersten Zahl war 2015 in der Versammlung. Es gibt inzwischen neue Vorschriften, das haben wir auch mit der Verwaltung diskutiert. Deshalb sind wir sehr schnell bei den 100.000 gewesen und haben die 50.000 to Schüttgüter dazugenommen, um auslastungsmäßig die Fahrzeuge immer voll fahren zu haben. Es werden überhaupt keine giftigen Stoffe dort angenommen und behandelt, es ist alles nicht gefährlicher Boden oder auch mit Schotter gemischt, den wir wieder in den Kreislauf zurückführen wollen."

"Vom Gesetzgeber seien solche Anlagen gewollt, auch um den Mülltourismus zu vermeiden, sagt Köhler. Das sei praktizierter Umweltschutz, sagt der Bürgermeister - aber die Bürgerinitiative bleibt dabei: diese Anlage darf so in Gerlachsheim nicht gebaut werden."

Die unterschiedlichen Meinungen stehen weiterhin gegenüber.

Beim Bauen entstehen Mengen, mit denen wir bewusst umgehen müssen. Das Material ist Eigentum des Bauherren, die Baufirma handelt im Auftrag des Eigentümers. Lösungen für die stärkere Wiederverwendung der anfallenden Materialien zu suchen ist eine gesellschaftliche Herausforderung.

Jeder Mensch braucht sein Umfeld. Die Sorge um die Veränderung bewegt Anwohner. In den fränkischen Nachrichten wurden Leserbriefe veröffentlicht, die dies ausdrücken.

Fränkische Nachrichten 21.7.2018
Fränkische Nachrichten 23.7.18
Fränkische Nachrichten 25.7.18
Fränkische Nachrichten 27.7.18
Fränkische Nachrichten 31.7.18
Fränkische Nachrichten 03.08.2018
Fränkische Nachrichten 08.08.2018
Fränkische Nachrichten 11.08.2018
Fränkische Nachrichten 11.08.2018
Fränkische Nachrichten 15.08.2018
Fränkische Nachrichten 15.08.2018
Fränkische Nachrichten 17.08.2018
18.08.2018 Fränkische Nachrichten
18.08.2018 Fränkische Nachrichten
Fränkische Nachrichten 21.08.2018
Fränkische Nachrichten 25.08.2018
Fränkische Nachrichten 25.08.2018
Fränkische Nachrichten 26.08.18
Fränkische Nachrichten 05.09.2018
Fränkische Nachrichten 27.09.2018
Fränkische Nachrichten 27.09.2018

BImSch Genehmigung erteilt

Seit Juni 2018 ist eine BImSch Genehmigung für die HCH Konrad Bau als 100% Tochterunternehmen der Schneider Holding erteilt. Diese beinhält den Betrieb einer stationären Bodenverbesserungs-Anlage zur Aufbereitung und Bearbeitung von nicht gefährlichem Böden.

08.06.2016: Fränkische Nachrichten

07.10.2015: Fränkische Nachrichten

2015: Bürgerinformation Gerlachsheim

In Gerlachsheim entwickeln sich die Ideen, eine Bodenverbesserungsanlage zu errichten. Dabei wird intensiv betrachtet, wie sich diese Produktion auf die Umgebung auswirkt. Im Rahmen des Antrags für eine BImSch Genehmigung (Bundesimmissions-Schutz Gesetz) werden Gutachten erstellt.

Lärm und Staub oder Arbeitsplätze und Zukunft des ländlichen Raums? Die betroffenen Bürger wurden in Gerlachsheim zu einer Bürgerinformation eingeladen. Dort standen sich harte Meinungen gegenüber. Etwa 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zu dem Informationsabend in der Stadthalle in Gerlachsheim. "Wenn morgens um fünf die LKWs an meinem Haus vorbeifahren, weckt mich die Erschütterung aus dem Schlaf auf." - "Wenn wir dann vor dem Herrgott stehen was können Sie als Beitrag für die Welt nennen? Sie haben für mehr LKW Verkehr, Staub und Lärm gesorgt!"

Viele Menschen machen sich Gedanken, welche Zukunft der ländliche Raum hat. Der demographische Wandel, die Tendenz der Menschen in den Metropolregionen wohnen zu wollen, Schulen die geschlossen werden müssen, weil zuwenig Schüler vorhanden sind, Initiativen wie der Bürgerbus in Grünsfeld, die notwendig werden, weil die Infrastruktur nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist.

"Wir wolllen kleine und mittelständische Unternehmen und unterstützen diese auch. Die Mittelständler sind die Säulen Baden-Württembergs."

Die Diskrepanz Arbeitsplätze versus Belastung durch Staub, Lärm und Verkehr im persönlichen privaten Umfeld war deutlich in der Bürgerinformation spürbar. Die Lösung den Verkehr durch die Nachbargemeinden zu leiten, um damit Gerlachsheim zu entlasten,wurde diskutiert. Den Produktionsstandort in den Aussenbereich zu verlagern, wo niemand sich von den Produktionsbedingungen beeinträchtigt fühlt, scheitert an den Planungen der Raumentwicklung. Naturräume sollen geschont werden.

Helfen Sie mit, indem Sie Ihre Meinung einbringen - Gerne stehen wir für Gespräche zur Verfügung. Ihre Ansprechpartner: Wolfgang Krauß, Markus Völlinger, Stefan Laufer, Markus Kircher, Eberhard Köhler

Leserbriefe

Fränkische Nachrichten 05.10.2015
Fränkische Nachrichten 10.06.2016
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