Schneider Bau

Zeitmanagement und Erfahrungsaustausch

In der Reihe 'Lösungskultur' laden wir jährlich zur freiwilligen Teilnahme ein. 2017 bot uns das Römermuseum Osterburken einen spannenden Lernraum. "Wenn jemand Straßen bauen kann, dann sind das die Römer, die bereits vor knapp 2000 Jahren Grundlagen und Normen für qualitativen Straßenbau dokumentiert haben", leitete Geschäftsführer Eberhard Köhler den Weiterbildungstag ein.

Barbara Köhler moderierte die muntere Runde aus Teamleiter / Polieren, Bauleitern, kaufmännischen und technischen Angestellten mit der Geschäftsleitung.

"Im Alltag kommt häufig die Aussage: I hab koi Zeit! In Wirklichkeit stehen jedem von uns 24 Stunden täglich zur Verfügung." Wie können wir unser Zeitmanagement verbessern? Wie können wir den Stress abbauen und den Anteil der konstruktiven Zusammenarbeit erhöhen? So wurde an verschiedene Techniken erinnert: Mind Mapping, Priorisierungen, das Eisenhower-Prinzip, die technischen Hilfsmittel wie Outlook u.a. digitalen Terminerinnerungen, sowie Puffer und die Work-Life-Balance klangen an. In Kleingruppen wurde ein Alltag der Disposition zeitlich durchgeplant. Dabei wurden unterschiedlichen Perspektiven eingenommen. Die Ergebnisse waren dementsprechend unterschiedlich. Für die Teamleiter Perspektive ist es beliebig, welche Themen untergebracht werden, Hauptsache die eigenen Bedürfnisse sind erfüllt. Den Standortleitern hingegen waren die zeitlichen Grenzen weniger Wichtig - der Zeitrahmen wurde stark gedehnt, damit möglichst viel reingepresst werden konnte.

Alle vier Teilgruppen planten keine Pausen ein: Vesper ist nicht notwendig - dafür gibt's doch die Bauleiter-Besprechung! Ob damit insgesamt jedoch ein Stress-Abbau möglich wird, ist sehr fraglich.

Die schriftlichen Rückmeldungen im Feedback-Bogen waren sehr positiv. Widersprüchlich waren hingegen die Rückmeldungen in der Schlussrunde. Die Grenzen der eigenen Lösungsorientierung wurden in der Veranstaltung deutlich.  Systembedingt organisieren die Wegbereiter ihren eigenen inneren Ablauf. Die Herausforderung selbst zu agieren, die eigene Zeit einzuteilen, den Alltag zu gestalten ist für jeden einzelnen Menschen aufreibend. Der Druck vom System, das aus engen Terminen, sofortiger Verfügbarkeit und kollidierenden Bedürfnissen der Beteiligten geprägt wird, fordert bewussten Einsatz von Zeitmanagement-Techniken.

Je besser unsere interne Zusammenarbeit funktioniert, je reibungsloser der Informationsfluss fließt, desto mehr Entspannung entsteht an den Knotenpunkten der Führung. Und damit wird der Kopf frei für kreative Lösungen - von denen unsere Kunden profitieren können.

 
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