Schneider Bau

Entsorgungsfachbetrieb Schneider Bau und Cradle-to-Cradle

In der Diskussion über den zukunftsweisenden Umgang mit unseren Ressourcen entsteht häufig der Eindruck: Ökologie macht keinen Spaß.

  • Wir fahren gerne Auto und zwar schnell.
  • Wir freuen uns über zusätzliche Mengen, die bei einem Bauwerk produziert werden, weil wir von diesem Umsatz die 280 Familien ernähren, die hinter unseren Mitarbeitern stehen.
  • Ein Raum, der hell erleuchtet ist, zeigt eine andere Qualität als ein sparsam beleuchtetes Umfeld.

Ein spannender Ansatz, den die Wegbereiter in der täglichen Arbeit verfolgen, verbirgt sich hinter der "Cradle-to-Cradle" Bewegung, die auf den Chemieprofessor Michael Braungart zurückgeführt wird. Dort wird unterschieden zwischen VERBRAUCHSGÜTERN und GEBRAUCHSGÜTERN.

Verbrauchsgüter könnten so gestaltet werden, dass sie für die Biosphäre nützlich sind. Wir sind gefordert, neue Produkte zu entwickeln. Ansätze sind etwa Pflasterflächen, die in den Innenstädten mithelfen, das Kleinklima zu reinigen. Vergleichen lässt sich der Ansatz mit den Vorgängen in der Natur: Diese produziert nie Abfall, sie führt alles zurück in den Kreislauf. Ein Baum blüht nicht effizient. :-)

Ein Zitat aus unserer Vision: "Unsere Baustoffe und Arbeitsmittel fließen wieder in den Kreislauf ein."

Gebrauchsgüter sollten so gestaltet sein, dass sie nur genutzt und nicht verbraucht werden. Die Qualität, die Langlebigkeit könnte gestützt werden.

Mehr zu Cradle-to-Cradle finden Sie in diesem Artikel bei Spiegel.de.

Download: Zertifikat Entsorgungsfachbetrieb.

Cradle to Cradle - geht das auch im Bau?

Die RG Bau des RKW führt das Denkmodell für die deutsche Bauwirtschaft aus:

"Einerseits hat die deutsche Bauwirtschaft schon heute ein Deponieproblem. Die relativ gute Baukonjunktur aber auch verschärfte gesetzliche Regelungen zum Schutz von Natur und Umwelt führen dazu, dass immer mehr Bauabfälle auf Deponien entsorgt werden müssen. Die Deponiekapazitäten werden kanpp, der Transportaufwand für die Abbruchunternehmen steigt. Andererseits zeigt sich zumindest in globalem Maßstab inzwischen auch ein Rohstoffproblem. Sogar Sand und Kies, insbesondere für die Betonherstellung werden knapper und die Förderung geht mit einer großen Flächeninanspruchnahme und Naturzerstörung einher.

Das ist bestimmt nicht C2C, zumal es für viele Baustoffe bereits interessante Wiederverwendungsmöglichkeiten gibt. Diese gehen vom Wiedereinbau von Bodenaushub über die Aufarbeitung von Abrissbeton zu "Kiesersatz" in der Betonherstellung (Recyclingbeton), die Wiederverwertung von abgetragenem Asphalt bei der Fahrbahnsanierung, bis hin zum Recycling kompletter Bauteile (..)

Dabei ist Recycling kein Selbstzweck. Es geht nicht nur darum, Abfälle irgendeiner Art von Verwertung zu unterziehen. Es ist auch wichtig, wie viele Wertstoffe aus den Abfällen tatsächlich wieder gewonnen werden. Neben der Masse oder den Volumen sind auch der ökonomische Wert und der ökologische Rucksack eines Materials in der Bewertung des Erfolgs der Abfallverwertung einzurechnen. Nur dadurch entstehen Anreize für eine echte Kreislaufwirtschaft. Hier besteht im Bauwesen noch Handlungsbedarf."

Einsortiert in: Über uns Wegbereiter Entsorgungsfachbetrieb Zurück zur Übersicht