Schneider Bau

Dornröschenschlaf beendet

Die ersten überlieferten Bauteile können auf das Jahr 1380 datiert werden. Das Holz des Hauptgebäude wuchs um 1455/56.

Neben generationsübergreifenden Mietern in den Wohneinheiten gestaltet die Tagespflege für Demenzkranke im Spital ihren Alltag.

Die Azubis der Schneider Öhringen bewegten die schweren Massen im Aussenbereich der Tagespflege. Der Mini-Bagger wurde über den Zaun gehoben. Die Vorflut wurde angeschlossen. Beleuchtung wurde montiert. Mit historischen Sandsteinplatten wurden Hochbeete angelegt. Die Fläche wurde so befestigt, dass die älteren und beeinträchtigten Menschen sicheren Schrittes und barrierefrei im Aussenbereich unterwegs sein können.

Der Spitalgarten wird für die speziellen Bedürfnisse der Tagesgäste verändert. Hochbeete werden angelegt, die für therapeutische Pflegearbeiten genutzt werden können. Dabei wirken vielen ehrenamtlichen Hände mit, die durch den Verein Jugend und Arbeit e.V. koordiniert werden.

Jugend und Arbeit e.V. versteht sich als Plattform, um Jugendlichen persönliche Erfahrungen bei überschaubaren Arbeitsaufgaben zu vermitteln. Dabei werden Investoren, Lieferanten von Baumaterialien, Azubis aus unterschiedlichen Firmen und Schüler der Region an einen Tisch gebracht.Die Planung des Projektes an der Stadtmauer initiierte das Eigentümerehepaar Eberhard und Doris Köhler. Die Gartenarchitektin und –therapeutin Susanne Schäffer, Siegfried Lauk als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Jugend und Arbeit, die Betreiberin der Tagespflege Angela Martin-Fuggmann sowie die Stadtgärtner des Bauhofs Öhringen realisieren den Demenzgarten mit der Unterstützung der Azubis der Schneider GmbH & Co KG und den Schüler/-innen der Albert-Schweitzer-Schule Öhringen. Am dritten Einsatztag für den künftigen Demenzgarten bepflanzen die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule Öhringen die durch die Stadtgärtner mit Spezialerde befüllten Hochbeete. Geplant ist die Pflege des Demenzgartens als Dauerprojekt der Albert-Schweitzer-Schule und der Tagespflege der AiW. Die Schulleiterin Rita Schneiders freut sich über das Projekt. „Die Kinder sind begeistert bei der Sache. Die Lehrerinnen sprechen sehr zufrieden vom Projekt. Ich mache sehr gerne weiter.“Weitere Informationen: www.jugend-und-arbeit.info

Jahrzehnte schien das Anwesen in der Öhringer Altstadt unscheinbar zu sein. Seit 2007 haben die Bauherren Gespräche geführt und Konzepte besprochen. Seit 2013 wurde ausgeräumt, rückgebaut und die vorhandenen Räumlichkeiten in einen einem Rohbau vergleichbaren Zustand rückgeführt. Knapp drei Jahren war ein Wegbereiter-Polier vor Ort. Seine Funktion als Koordinator der Schnelleinsatztruppe, Ansprechpartner für alle Handwerker und Mediator bei Anfragen der unterschiedlichen Behörden war ein Erfolgsfaktor für das Gelingen im Umbauprozess. Detailfestlegungen mit den Telekommunikationsmachern, Mitdenken bei Entscheidungen um Türhöhen oder Leitungstrassen, das Miteinander der Handwerker im 550jährigen Gemäuer war entscheidend für den Fortgang.

Diese besondere Umgebung, in der das Geschick vieler Handwerke in der historischen Situation betrachtet werden kann, nutzte die Handwerkskammer Heilbronn-Franken für die Zeit der Landesgartenschau in Öhringen vom 22.4. - 9.10.2016. Die Räume im Erdgeschoss des Spital wurden angemietet. Einmal pro Woche fand für Schulklassen die Mitmach-Ausstellung "Mach Dein Handwerk" ein. Beim Laga-Projekt "Grünes Klassenzimmer" brachten sich die Handwerker ein. In den Pfingstferien wurde eine Kinder-Handwerker-Woche organisiert, in der der Nachwuchs auffordert wurde, selbst sein handwerkliches Geschick zu testen. Austellungen mit Handwerksbezug sowie regelmäßiges Handwerker-Kino mit Imagefilmen begeisterten die Gartenschau-Besucher für das Handwerk. Neben dem historischen Gebäude machte ein Selfie-Garten mit 22 lebensechten Figuren die Berufsvielfalt des Handwerks erlebbar.

Mehr Informationen im Artikel der Hohenloher Zeitung vom 13.11.2015

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