Fachtag 2015: Nachhaltigkeit - Einschränkung oder Nutzen?

In heißer Umgebung trafen sich 100 Entscheider zu Informationsaustausch und Kontaktpflege.

Eberhard Köhler, geschäftsführender Gesellschafter Schneider, Schneider Bau und Konrad Bau, berichtete von den Aktionen Jubiläumsfeier 100 Jahre Konrad Bau, Limes Portal Bau als Kooperation Gemeinschaftsstand Bau Messe Öhringen. Sein Ziel nennt Köhler: Bauen ohne Abfall. Bodenverbesserung wird als Prozess entwickelt. "Wir müssen den linearen Planungsprozess verlassen und alle Möglichkeiten in den Projekte einarbeiten", fordert Köhler. Auch gegenüber den ppp Projekten ist er skeptisch. Er befürchtet hohe Prozesskosten, da die ppp Projekte einschließlich Betreiberkosten berechnet werden müssen. "Selbst wenn mehr Kapital ins System kommt, wird keine höhere Qualität erreicht, da nur mehr interne Kosten in der Abwicklung ausgelöst werden.", fasst er seine Einschätzung zusammen.

Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführerin Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V. / German Sustainable Building Council) führt das jeweils für Projekte adaptierbare Zertifizierungssytem aus. Sie fordert ein verändertes Bewußtsein für unsere Gebäude zu entwickeln. "Wir brauchen nachhaltige Gebäude, die Sinn machen. Leuchttürme retten nicht die Welt, wir haben alle das wirklich nachhaltige Bauen noch nicht gesehen. Wir brauchen noch viele Innovationen!"

Der bisher jüngste Referent in der Fachtag-Kette ist Martin Randelhoff, Autor und Verkehrsexperte aus Dresden, im Web zu finden unter Zukunft Mobilität. "So sieht jemand aus, der mit dem Zug nach Öhringen fährt - ich brauch die Zeit zum Arbeiten, ich kann mir keinen Chauffeur leisten." Randelhoff wirbt für die E-Mobilität und 'share economie'.  Seine These für die Warentransporte zielt auf kommunikative LKWs: "Wir brauchen keinen Ausbau der Infrastruktur, sondern eine Nachverdichtung durch Kommunikation! Wir müssen Lösungsansätze für Probleme haben, die noch gar nicht da sind. Wir müssen unser revolutionelles Denken dann auf das Machbare runterbrechen!" fordert Randelhoff die vielen im Raum sitzenden planenden Ingenieure auf.

Rainer Gessler, Geschäftsstellenleiter NAMOREG Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg stellt die in Umsetzung befindlichen Projekte vor. Echtzeit VVS, die Auskunft über Stau in der Region Stuttgart als App oder die E 2Rad Mobilität mit Pedilecs in Bietigheim-Bissingen. Die Feinstaubbelastung im Großraum Stuttgart muss verbessert werden. 

 
 
 
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